Land-Karten von Bangladesch



                              


                   


 
                                   


Bangladesch liegt in Südasien und ist mit einer Fläche von knapp 144 000 km² ein kleines, sehr dicht besiedeltes Land. Im Westen, Norden und Osten grenzt es an Indien, im Südosten einen kurzen Abschnitt an Myanmar. Im Süden liegt Bangladesch am Golf von Bengalen. Rund 90 % der Landesfläche sind flaches Tiefland, nur im Südosten liegt die Hügel- und Berglandschaft der Chittagong Hills (höchste Erhebung ist der Keokradong mit 1 230 m). Von Norden her kommend fließen der Ganges und der Brahmaputra nach Bangladesch und bilden eine Vielzahl von Nebenflüssen und Flussarmen. Im südlichen Teil des Landes bilden die Flüsse das so genannte Ganges-Brahmaputra-Delta, das eine Fläche von ca. 56 000 km² umfasst. Im Deltagebiet liegen die Sundarbans, eine Landschaft, die durch zahllose Altwasserarme, kleine Inseln und große Mangrovenwälder gekennzeichnet ist und eines der größten Sumpfgebiete der Welt darstellt.

Jedes Jahr im Frühjahr führen der Ganges und der Brahmaputra das Schmelzwasser aus dem Himalaya-Gebirge mit sich, und durch die ab Mai beginnenden Sommermonsune (bis Oktober) und die daraus resultierenden Niederschläge wird fast das gesamte Land binnen kurzer Zeit überschwemmt. Dadurch wird auf der einen Seite der Boden immer wieder mit neuen Nährstoffen versorgt und ist sehr fruchtbar, auf der anderen Seite fordern die Überschwemmungen jedes Jahr eine Vielzahl von Menschenleben.
 

Tiere und Pflanzen

Nur noch weniger als ein Viertel der Landesfläche ist von Wäldern bedeckt. Die Regenwälder im östlichen Tiefland sind so gut wie abgeholzt, während sich in den Chittagong-Bergen noch weite Flächen von tropischem Regenwald finden. Die Sundarbans im Ganges-Delta, die von den bis über 20 m hohen Sundaribäumen ihren Namen haben, sind großflächig mit Mangroven bedeckt. Diese im Wasser wachsenden Büsche und Bäume bilden ein oft undurchdringliches Dickicht und werden zwischen 2 und 10 m hoch, selten auch bis zu 30 m. Typisch sind die aus dem Wasser ragenden Luftwurzeln, über die die Pflanze die Wurzeln im Schlammbereich mit Sauerstoff versorgt.

Bangladesch ist ein kleines, aber extrem dicht besiedeltes Land, entsprechend sind die Lebensräume für wild lebende Tiere nur noch spärlich. Viele Tierarten wie das Panzernashorn sind bereits ausgestorben bzw. vom Aussterben bedroht (wie z.B. der Malaienbär). Vor allem in den Sundarbans und in den Wäldern der Chittagong-Berge finden sich noch Reste der einst vorhandenen Tierwelt. Dazu gehören bengalische Tiger (Königstiger), Leoparden, Indische Elefanten, Kragenbären, verschiedene Schlangen- (Kobra, Tigerphyton, Kettenviper, Krait) und Vogelarten (Wanderfalke, Wiedehopf, Fischadler). Zu den gefährdeten Tierarten gehört auch der Ganges-Delfin, der in den Flussmündungen und in der Regenzeit auch weit flussaufwärts zu finden ist. In Anpassung an das trübe Wasser sind bei ihm die Augen stark zurückgebildet, und er ist überwiegend auf akustische Orientierung spezialisiert. (s. Reisen in die Sundarban)
 

Klima

Das Klima in Bangladesch ist gekennzeichnet durch die beständig wehenden Monsunwinde: Der Südwestmonsun bringt dem Land in der Zeit von Mai bis Ende September einen Großteil der Niederschläge (im Süden durchschnittlich ca. 1 500 mm, im Norden ca. 5 000 mm). Der Nordostmonsun bringt in den Wintermonaten trockene Luft mit sich. Die Temperaturen sind ganzjährig hoch (Januar Temperaturmittel von 19 °C, im Juli 29 °C). Vor allem in den Monaten April und Mai kommt es in Bangladesch oft zu schweren Wirbelstürmen (Zyklone), die zu Sturmfluten und starken Überschwemmungen führen. Eine der heftigsten Zyklone forderte 1991 zahllose Menschenleben: Nach offiziellen Angaben waren es 140 000 Menschen, die in den Fluten umkamen, inoffiziell sprach man von rund einer halben Million.





Für mehr Informationen (s.Geographie)

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